Schlagwort-Archive: Grenzverletzungen

Wo ich daheim bin

Friedensschals der Aktion Wool against Weapons in Haag am Hausruck

Ich bin dort daheim, wo

  • ich sicher bin, d.h. meine Grenzen respektiert werden,
  • ich verstanden werde,
  • ich respektiert werde,
  • ich – ohne mich rechtfertigen zu müssen – Ich sein darf,
  • mein Wert geschätzt wird,
  • ich geliebt werde.

Im Zusammenleben verletzen wir oft die Grenzen Anderer. Dann ist ein Gespräch wichtig – und eine Entschuldigung, die zeigt: Das war nicht Absicht, mir ist es ein Anliegen, deine Grenzen zu respektieren. Wenn diese Entschuldigung nicht erfolgt, dann muss ich davon ausgehen, dass sich die Grenzverletzung jederzeit wiederholen kann. So erlebe ich es leider – in Bezug auf für mich lebenswichtige Grenzen – in Haag am Hausruck.

Ich habe ein Recht daheim zu sein. Auch und gerade in Haag am Hausruck. Meine Grenzen sind genauso wichtig wie die aller anderen Menschen dort. Ich bin genauso wichtig. Und darum setze ich mich für meine Grenzen und für mich ein – mit all meiner Energie. Und mit Liebe.

Ist ja nur Spaß?

Humorlos
von Erich Fried

Die Jungen werfen
zum Spaß
mit Steinen
nach Fröschen

Die Frösche
sterben im Ernst

 

“Ist ja nur Spass.” So heisst es oft nach verletzenden Aussagen. Für mich ist so eine Aussage ein Verweigern der Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln – dafür was man gesagt und getan hat und wie man mit anderen Menschen umgeht. Und das empfinde ich als Feigheit. Für eine Welt in der wir einander weniger verletzten braucht es das Gegenteil: Mut. Den Mut dazu zu stehen, dass mensch einen Fehler gemacht hat. Und sich dafür zu entschuldigen. Denn sonst kann der angebliche Spass sehr bitter enden.

Nein.

“Ich habe (…) gelernt, dass das Wort “Nein” ein vollständiger Satz ist.”

Jaycee Lee Dugard in: “A stolen life”

Im Buch  “A stolen life” (in der deutschen Übersetzung: Ein gestohlenes Leben) arbeitet Jaycee Lee Dugard ihre 18 Jahre andauernde Gefangenschaft nach ihrer Entführung im Alter von 11 Jahren auf. Ich habe es gerade fertiggelesen. Und das was mich grad ganz besonders beschäftigt, ist wie sie beschreibt, wie ihr Entführer systematisch jegliche Verantwortung für seine Handlungen abgewälzt hat. Das Gelesene (zu lesen, welche Folgen es für andere Menschen haben kann, wenn jemand seine Verantwortung nicht wahrnimmt) bestärkt mich darin, dass es richtig ist, von Menschen einzufordern, dass sie die Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen.

Nur dann, wenn Nein. weiterlesen

Das Gras bitte!

Ich habe die Angewohnheit genau hinzuschauen – und in Dingen zu graben, die andere gerne zudecken möchten. Manche dieser Dinge sind schon lange her, andere weniger lang – aber allen ist gemeinsam, dass man auch einfach das Gras drüberwachsen lassen könnte.

Doch kann man das wirklich? Ich glaube nicht.

Meine Erfahrung ist folgende: Probleme, die nicht gelöst werden, tauchen in (immer absurderen Formen) wieder auf. Und:  Je mehr man ein Problem unter den Teppich kehrt, deso schwieriger wird rauszufinden worum es geht.

Darum möchte ich nochmal drei wichtige Punkte in Erinnerung rufen, um die es mir im Zusammenhang mit meinem Parkplatz und dem touristischen Projekt geht, dass am Hang gegenüber stattfindet: Das Gras bitte! weiterlesen