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Wer nichts hat, dem nehme man?

Österreich ist eines der Länder mit der grössten Ungleichheit in der Verteilung des privaten Vermögens: Die unteren 50% (!) besitzen nur 4% des Vermögens – die oberen 1% ein Viertel. Umso wichtiger ist somit für die Mehrheit der Bevölkerung ein hohes öffentliche Vermögen bzw. ein starker Sozialstaat. Dies ermöglicht nämlich einen gewissen Ausgleich der großen Ungleichheiten im Privatvermögen.

Für mich liegt angesichts dieser Zahlen Folgendes auf der Hand: Es ist im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, dass 1. der Sozialstaat ausgebaut und 2. Maßnahmen ergriffen werden, damit nicht einige wenige übermäßig viel Vermögen haben, während andere viel zu wenig haben. (Stichwort: Vermögenssteuern).

Und was wählt die Mehrheit: Eine Regierung, die genau das Gegenteil macht, indem sie die gegeneinander ausspielt, die wenig haben und Ihnen Leistungen kürzt und gleichzeitig Maßnahmen zugunsten derer ergreift, die eh schon viel haben.

Ich stell fest: Diejenigen, die wenig bis nichts haben, lassen sich gegeneinander ausspielen und unterstützen so die Zementierung der Ungleichheit in der Vermögensverteilung. Das stimmt mich traurig. Glücklich stimmt mich, dass es Menschen gibt, die darauf hinweisen. Mit (eher faden) Datenanalysen – und (eher spannenden) Kampagnen. Eine dieser Kampagnen ist die Wahlkampagne der AUGE/UG für die Arbeiterkammerwahl.

Bei der Arbeiterkammerwahl in den nächsten Monaten (je nach Bundesland unterschiedliches Datum) können alle Wahlberechtigten dafür sorgen, dass die Arbeiterkammer auch in Zukunft die Vermögensverteilung kritisch betrachtet. Anders gesagt: Man kann was ändern. Indem man wählt.

Zum Weiterlesen:
Vermögensverteilung in Österreich: Neue Daten, beständige Ungleichheit (A&W Block, 14.1.2019, abgerufen am 19.01.2019)

Arbeiterkammerwahl 2019: Website der parteiunabhängigen AUGE/UG (abgerufen am 19.01.2019)

Unser fescher Wunderwuzzi

Achtung bitterböse Satire!

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Oder einen Kurz, der ihm ein paar Brösel hinstreut, die noch viel leckerer aussehen als die vom Strache. Dann rennt es ihm erfreut hinterher und macht sofort bei ihm sein Kreuzerl. Ich hingegen find schon allein die Frisur zum Schreien und renn lieber davon. Konkret: Ich bin für einen Monat in den Stall meiner Lieblingskuh geflüchtet.

Davongaloppieren tun im Übrigen nach der Abschaffung vom Pflegeregress durch Kurz & Co. auch die Sozialausgaben für die Gemeinden. Da hat wohl wer nicht ganz mit offenen Karten gespielt vor der Wahl  – oder sich verrechnet. Beides nicht grad Eigenschaften, die einen ins Top-Rating als vertrauenswürdiger, kompetenter Kanzler katalpultieren. Das gibt dann für Bürgermeister die mit “Ich mit-Kurz”-Selfies Wahlwerbung gemacht haben ein böses Unser fescher Wunderwuzzi weiterlesen