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Wer nichts hat, dem nehme man?

Österreich ist eines der Länder mit der grössten Ungleichheit in der Verteilung des privaten Vermögens: Die unteren 50% (!) besitzen nur 4% des Vermögens – die oberen 1% ein Viertel. Umso wichtiger ist somit für die Mehrheit der Bevölkerung ein hohes öffentliche Vermögen bzw. ein starker Sozialstaat. Dies ermöglicht nämlich einen gewissen Ausgleich der großen Ungleichheiten im Privatvermögen.

Für mich liegt angesichts dieser Zahlen Folgendes auf der Hand:: Es ist im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, dass Wer nichts hat, dem nehme man? weiterlesen

Das Boot ist voll

Ich werde nie vergessen, was ich (als Dolmetscherin) an der Konferenz im Jahr 2006 gehört hab, an der ein internationales Übereinkommen für sie (Hoch)Seeschiffahrt ausgehandelt wurde. In diesem Übereinkommen wurden Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen auf internationalen Schiffen festgelegt – in Kraft getreten ist es 2013.  Es hat mich stark geprägt, zu hören, unter welchen Bedingungen Menschen auf Schiffen arbeiten.

Warum erzähl ich das? Weil FPÖ-Poltiker Norbert Hofer kürzlich mit dem FPÖ-Seniorenring (ÖSR) auf einer Kreuzfahrt war und: Das Boot war voll. Was nichts anderes heisst, als dass insbesondere das Dienstleistungpersonal alle Hände voll zu tun hatte. So arbeiten z.B. die für die Kabinen zuständigen Stewards, vom Morgengrauen bis in den späten Abend, mit drei Stunden Pause pro Tag, sieben Tage die Woche (d.h. ohne freien Tag), acht Monate im Jahr. Das Boot ist voll weiterlesen