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Wertschätzung in Zeiten des Coronavirus

Wertschätzend aufeinander schauen – für unsere kostbare Gesellschaft

Die derzeitige Situation konfrontiert mich – und ich denke uns alle –  mit ganz grundlegenden Werten des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Frage, welche davon uns wie wichtig sind. Für mich sind jetzt zwei Dinge ganz zentral: Erstens eine offene, wertschätzende und kontroverse Diskussionskultur. Und zweitens Wertschätzung an sich. In dem Sinn möchte ich in diesem Artikel ein paar Gedanken teilen. 

Ich erlebe es so, dass jetzt viele Dinge darüber ans Licht kommen, wie wir miteinander umgehen und wie viel wir einander wert sind. Solche die Freude auslösen in mir – und solche, die mich traurig machen.

Es berührt mich z. B. positiv, Wertschätzung in Zeiten des Coronavirus weiterlesen

“Alte Geschichten”

Derzeit wird viel über sexuellen Missbrauch und sexuelle Gewalt diskutiert.

Für mich ist es sehr wichtig, dass diese Themen aufgearbeitet werden. Es liegt an jedem einzelnen von uns, diejenigen Medien zu lesen, wo diese Aufarbeitung auf respektvolle und nach den Kriterien von Qualitätsjournalismus erfolgt. Solche Medien gibt es.

In Bezug auf die ganz allgemeine Frage: Warum ist die Aufarbeitung “alter Geschichten” so wichtig sehe ich es – in Anlehnung auf den unten verlinkten Kommentar so:

  • Weil es Menschen gibt, die sexuelle Gewalt erfahren haben
  • Weil es Menschen gibt, die sexuelle Gewalt ausgeübt haben.

Für beide Gruppen ist es wichtig, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, in der über diese Ereignisse respektvoll diskutiert werden kann.

Ausserdem: “Alte Geschichten” weiterlesen

Das Boot ist voll

Ich werde nie vergessen, was ich (als Dolmetscherin) an der Konferenz im Jahr 2006 gehört hab, an der ein internationales Übereinkommen für sie (Hoch)Seeschiffahrt ausgehandelt wurde. In diesem Übereinkommen wurden Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen auf internationalen Schiffen festgelegt – in Kraft getreten ist es 2013.  Es hat mich stark geprägt, zu hören, unter welchen Bedingungen Menschen auf Schiffen arbeiten.

Warum erzähl ich das? Weil FPÖ-Poltiker Norbert Hofer kürzlich mit dem FPÖ-Seniorenring (ÖSR) auf einer Kreuzfahrt war und: Das Boot war voll. Was nichts anderes heisst, als dass insbesondere das Dienstleistungpersonal alle Hände voll zu tun hatte. So arbeiten z.B. die für die Kabinen zuständigen Stewards, vom Morgengrauen bis in den späten Abend, mit drei Stunden Pause pro Tag, sieben Tage die Woche (d.h. ohne freien Tag), acht Monate im Jahr. Das Boot ist voll weiterlesen