Mit Allem kommen können

Wir spüren, wo wir gut aufgehoben sind

Wer kennt ihn nicht, den Satz der Bürgermeisterin / des Chefs / der Kursleiterin / der Eltern: Man kann jederzeit mit Allem zu ihm/ihr kommen. Was ich daran so spannend finde ist: Menschen sind wahnsinnig gescheit – schon von Kind auf. Sie wissen ganz genau, wem sie wirklich offen ihre Sorgen erzählen können bzw. welche Risiken damit verbunden sind – und richten sich danach. Und so bekommen eigentlich nur die Menschen, die für die Welt in ihrer ganzen Fülle (inkl. kritischer Wahrnehmung ihrer eigenen Handlungen) offen sind, auch die wirklichen Probleme mit. Alle andere hören das, was sie hören wollen (und können). Ich finde: Das hat eine gewisse Gerechtigkeit. Und eine gewisse Tragik.

Tragisch ist es deswegen, weil Weiterlesen “Mit Allem kommen können”

Nestbeschmutzerin?

“Lokaler Politik muss vor allem klar sein, dass diejenigen, die Probleme benennen, nicht das Problem, sondern Teil der Lösung sind. Das fällt oft schwer, weil Kritik an der eigenen Region noch sehr oft als „Nestbeschmutzung“ wahrgenommen wird.”

Ich empfinde es als sehr erleichternd, wenn Menschen fähig sind, sich bei Kritik an einem bestehenden Problem nicht sofort persönlich angegriffen zu fühlen. Weiterlesen “Nestbeschmutzerin?”

Der Islam wars?

“Die Trennung von Kirche und Staat bedeutet, wie Pius X. sagt, eine vollständige Verneinung der übernatürlichen Ordnung. Die Trennung von Kirche und Staat ist ein Frevel gegen Gott und ein bitteres Unrecht gegen die Kirche und die Gläubigen.”

Aus: Kann ein Katholik Sozialdemokrat sein, Franz Zach, Buchdruckerei Carinthia des St.-Josef-Vereins, Klagenfurt, 1919

Es lohnt sich, genau hinzuschauen, bevor man die Bewahrung von traditionellen Werten fordert.

Arbeitsscheu?

“Henry Ford sagte 1931, dass es die Krise deswegen gab, weil `der Durchschnittsmensch sein Tagwerk nicht wirklich vollbringt, es sei denn er wird erwischt und kommt nicht darum herum. Es gibt jede Menge Arbeit zu verrichten, wenn Menschen sie nur verrichten würden.` Wenige Wochen später entliess er 75.000 Arbeiter.”

Aus: A people’s history of the United States, Howard Zinn, 2005

Es ist schwierig für mich, festzustellen, dass Dinge die ich gelernt habe und an die ich geglaubt habe nicht unbedingt stimmen. Z.B. dass die die Arbeit wollen schon Arbeit finden. Einfacher wäre es, nicht so genau hinzuschauen. Doch das würde heissen, Weiterlesen “Arbeitsscheu?”