Schlagwort-Archive: FPÖ

Hab ich die Wahl?

Als ich im September die FPÖ-Wahlplakate sah, traute ich meinen Augen nicht. Das stand: “Koalition für Österreich fortsetzen”. Mein Hirn produzierte spontan die Idee: Da sollte eigentlich stehen: “Korruption für Österreich fortsetzen.” Das brachte mich zum Lachen. Und daran merkte ich: Die Lage ist todernst.

Achtung: Todernst!

Hier stand ursprünglich eine Satire. Am 15.11.2019 bekam ich dann von Konrad Binder das Feedback, dass er meine Satiren als menschenverachtend und entwürdigend empfindet. Ich prüfte daraufhin die Satiren, die ich seit unserem letzten Gespräch vor dieser Kritik geschrieben hatte. Zu diesen gehörte auch der Text, der vorher hier stand und in dem es um das oben abgebildete FPÖ-Wahlplakat ging. Ich las ihn und stellte fest: Das worum es mir hier geht, ist für mich wichtig – und todernst. Und so entschloss ich mich, den Text völlig umzuschreiben, d.h: dieselben Themen auf völlig andere Art aufzuarbeiten und dabei einen kleinen Einblick in meine Seele zu geben bzw. in das, was hinter meinen Satiren steht und darin, wie sie entstehen.

Der neue Text liest sich so: Ich arbeitete in der Anfangs-Nacht des Ibiza-Skandals als freiwillige Nachtwache in einem Ferienaufenthalt für Menschen mit Multipler Sklerose in der Schweiz. Hab ich die Wahl? weiterlesen

Mitverantwortlich

Am 21.5.2019 erstellter Screenshot der Facebookseite der ÖVP Haag am Hausruck

Vorspann: Ich bin wie Bundespräsident van der Bellen überzeugt:
“Politikerinnen und Politiker wollen das Leben in einer Gesellschaft verbessern und ordnen diesem Ziel für gewöhnlich viel unter im Privatleben und in anderen Bereichen. Und manchmal kommen sie von ihrem Weg ab und überschreiten Grenzen, verletzen Menschen, zerstören Vertrauen.” Es ist meiner Erfahrung nach völlig falsch zu glauben, dass “eh alle Politiker gleich sind”. Es ist vielmehr bequem. Ich bin überzeugt: Menschen – in- und außerhalb der Politik – können aus Fehlern lernen und Verantwortung übernehmen.

Oberösterreich tickt anders: Meine Erfahrung ist: Man(n) kann sich dort fast alles leisten – ohne je die Verantwortung dafür übernehmen zu müssen. Und so verwundert es mich – leider – nicht, dass Mitverantwortlich weiterlesen

Heimat ohne Natur?

ÖVP und FPÖ werben gerne damit, dass sie 1. die Heimat schützen und 2. gegen überbordende Bürokratie kämpfen. Wenn ich mich in Informationen zur Novelle des oberösterreichischen Naturschutzgesetzes einlese, dann scheint mir, dass es eher umgekehrt ist: Man muss die Heimat vor ÖVP und FPÖ und ihrem unnötigen Verwaltungsaufwand schützen – sonst gibt es sie nämlich bald nicht mehr (die Heimat mein ich).

Worum geht es denn da genau? Der Entwurf sieht ein neues, eigenes Anerkennungsverfahren für Umweltorganisationen vor. Dieses bedeutet einen enormen zusätzlichen Verwaltungsaufwand für alle Naturschutz- und Alpinorganisationen, selbst wenn diese – wie z.B. Naturschutzbund, Alpenverein oder Naturfreunde – bereits seit Jahrzehnten bestehen und auf Bundesebene nach dem UVP-Gesetz (Umweltverträglichkeits-Prüfungsgesetz) anerkannt sind.

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Wehret dem Faulobst!

Achtung Satire!

Jetzt haben wir schon seit bald einem Jahr eine Regierung, die sich die Belohnung der Fleissigen auf die Fahnen geschrieben hat. Und was ist: Sie kümmert sich überhaupt nicht um die Beseitigung des faulen Fallobstes, dass sich derzeit immer mehr ausbreitet!

Nicht einmal die FPÖ  (=Faulobst-Partei Österreichs) geht gegen diese  rumlungernden Obst-Genoss*innen vor. Sondern kümmert sich stattdessen um Ausländer*innen! Die FPÖ hat nämlich glatt genau in den Tagen (!) in denen das Obstproblem völlig akut wurde (!!) der ungarischen (??) Regierungs-Partei von Victor Orban eine neue Heimat in ihrer (!!!) EU-Parlaments-Fraktion angeboten (???). Dass diese Ausländer gegen grundlegene rechtsstaatliche Prinzipien verstossen haben war ihnen schnurz. Nicht so dem Wehret dem Faulobst! weiterlesen

Müssen wir sparen?

“There’s no money for the homeless,
no money for welfare,
no money for schooling,
or adequate healthcare.

There’s just no money here,
say the rich to the poor,
but it’s funny how there is money,
when we are going to war.

And the billionaires, they don’t seem to have to pay taxes (…)
please don’t rock the boat, don’t do anything drastic,
just sit back and watch marine life chocking on plastic.”

Passenger, Strassenkonzert am 4.6.2018 in Berlin (Lied “Don’t scare away the dark, ab Minute 33:43)

Die Landes- und Bundesregierungen der ÖVP und FPÖ drücken Sparprogramme durch, die die Ärmsten in ihrem Alltag treffen. Währenddessen gleichzeitig die  Vertreter*innen der Regierungsparteien auf Ortsebene Millionen für ein Freizeitprojekt ausgeben Müssen wir sparen? weiterlesen

Kinder hinter Stacheldraht?

Grad hab ich den “Menschenrechts-Check” der wahlwerbenden Parteien für die österreichische Nationalratswahl vom 15.10.2017 gelesen. Er wurde von Amnesty International Österreich erstellt. Und da steht u.a.:

“In der ORF-Diskussion zwischen Lunacek und Hofer am 19. 9. wurde die Grenzschutzpolitik der ungarischen Regierung lobend hervorgehoben. Tatsächlich hat das ungarische Parlament am 7. März 2017 mit großer Mehrheit für eine Reihe von Gesetzesänderungen gestimmt, die die Menschenrechte von Geflüchteten verletzen.

  • Das Gesetz ermöglicht unter anderem die Internierung von schutzbedürftigen Menschen – auch Kindern – in Schiffscontainern und hinter Stacheldraht. (…)”

Ich finde Kinder gehören an ganz viele Plätze: in den Garten, auf den Stubenboden, aufs Sofa, hinters Sofa (beim Versteckenspielen), auf den Schoss vom Papa, auf Spielplätze, auf den Arm der Mama, in den Kinder-Fahrradanhänger, in die Wohnung, in das Haus, vor die Wohnung vor das Haus, an private Orte, auf öffentliche Plätze etc. etc. etc. – aber ganz sicher nicht hinter Stacheldraht. Und drum gehört für mich das Kreuz bei der Wahl ganz sicher NICHT zur FPÖ oder anderen Parteien, die Menschenrechtsverletztungen unterstützen oder gar – wie im oben beschriebenen Fall – lobend hervorheben.  Kinder hinter Stacheldraht? weiterlesen

Zu Kurz gegriffen

Dort wo das Schicksal von Menschen Parteislogans geopfert wird, da ist die Lösung für mich zu kurz gegriffen. Zu Kurz gegriffen weiterlesen

Land Oberösterreich = Schandfleck des Jahres 2016


"Am 20. Februar 2017 wurde im Rahmen einer feierlichen Gala der „Schandfleck des Jahres 2016“ verliehen. Mehrere Wochen lang wurde per Internet abgestimmt, wer dieses Jahr den Schmähpreis erhält. (...)  Land Oberösterreich = Schandfleck des Jahres 2016 weiterlesen