Wichtige Information zur Satire unten
Der Gemeinderat hat am 11.12.2025 gemäß meiner Info festgelegt, dass für das für das Aufstellen von Vergnügungsattraktionen auf der Luisenhöhe die Zustimmung von zwei Dritteln der Nachbarschaft nötig ist. Mit diesem Beschluss war klar, dass die Bahn abgebaut werden muss, aus folgenden Gründen:
– Gemäß Gemeinderatsbeschluss vom 13.11.2025 war eine Zustimmung der Nachbarschaft Voraussetzung für weitere Verhandlungen der Gemeinde mit dem Interessent,
– Am 11.12.2025 lagen dem Bürgermeister schon ablehnende Unterschriften von mehr als einem Drittel der Nachbarschaft vor. Ich schaltete daraufhin Folge #4 der Luisenhöhe-Saga, in der Überzeugung, dass der Haager Bürgermeister die Bevölkerung zeitnah über den nunmehr unumgänglichen Abriss informieren würde. Das war nicht der Fall.
Ich schloss daraus, dass der Bürgermeister noch bis zum Ablaufen der vom Gemeinderat am 13.11.2025 gesetzten Frist (31.12.2025) warten würde – und dann die Entscheidung des Nicht-Erreichens der Bedingungen gemeinsam mit den Fraktionsobleuten treffen würde (Gemäß Gemeinderatsbeschluss vom 13.11. waren Bürgermeister & Fraktionsobleute dazu bestimmt worden, zu prüfen, ob die Bedingungen erfüllt sind oder nicht).
Angesichts der Nicht-Information der Bevölkerung schrieb ich eine weitere Satire über ein fiktives Fraktionsobleute-Treffen nach Ablauf der Jahresende-Frist, die ich am 1.1.2026 online schaltete. Heute, 2.1., erhielt ich dann die Information, dass es eine Medienmitteilung gibt, gemäß der der Abriss definitiv ist. Ich konsultierte daraufhin die Website der Gemeinde. Dort war in den News keine Information oder Medienmitteilung von Gemeinde oder Bürgermeister geschaltet. Auch eine Suche nach dem Begriff „Luisenhöhe“ brachte keine Mitteilung über die Zukunft der Luisenhöhe zutage. Ich stieß allerdings auf einen Medienbericht (bereits) vom 30.12., der von einem definitiven Abriss berichte. Der Bericht nannte für diese Information keine Quelle und zitierte auch keine Gemeindevertreter:innen. Dazu kam: Das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 13.11.2025 ist am 2.1.2026 nach wie vor nicht auf der Website der Gemeinde geschaltet. Die Bevölkerung (inkl. ich) hat also immer noch keine Möglichkeit genau zu prüfen, wie der Gemeinderatsbeschluss vom 13.11.2025 formuliert ist.
Zusammengefasst präsentiert sich mir die Lage per 2.1.2026 also so: Es liegt offensichtlich eine Medienmitteilung zum Abriss vor, die bereits vor Jahresende erstellt wurde. Diese ist aber nicht öffentlich und für mich nicht prüfbar, wer sie verfasst hat und wann sie verfasst bzw. versendet wurde. Damit ist völlig unklar, ob und wann eine Abriss-Entscheidung zur Luisenhöhe getroffen wurde – und von wem. Auch wenn sehr wahrscheinlich (wie ursprünglich von mir vermutet) noch vor Jahresende eine Abrissentscheidung getroffen und kommuniziert wurde, so ist meine Satire unten nach wie vor (leider) ausreichend faktenbasiert: Die Kommunikationspolitik rund um die Entscheidungsfindung betreffend die Haager Luisenhöhe ist äußerst intransparent. Daher bin ich zum Schluss gekommen, dass meine überspitzte Darstellung unten, die genau diese Kommunikationspolitik aufs Korn nimmt, zwar einerseits völlig fiktiv ist (in Bezug auf das Treffen, das so nie stattgefunden hat), andererseits aber in Bezug auf die dahinterstehenden Tatsachen (z.B. Noch-Nicht-Veröffentlichung Gemeinderatssitzungsprotokoll 13.11.25 per 2.1.26, Stellungnahme Seilbahnbehörde zur rechtlichen Einordnung der Bahn) – leider – ausreichend faktenbasiert ist. Darum schalte ich sie nach kurzem Runternehmen vom Netz zum Überdenken der Situation jetzt wieder online.
Update 2.1., 19:50: Ich hab den Vorspann oben am 2.1. um 15:04 online geschaltet. Um 15:53 wurde dann von den Oberösterreichischen Nachrichten ein Beitrag online geschaltet, auf dem informiert wird, dass es eine Presseaussendung des Bürgermeisters gibt, in der dieser mitteilt, dass die Bahnen auf der Luisenhöhe 2026 abgerissen werden.
Update 7.1.: Am 7.1. wurde auf der Gemeindewebsite in der Rubrik News eine offizielle Mitteilung der Gemeinde geschaltet, die bestätigt, dass die Bahnen auf der Luisenhöhe abgerissen werden.
Achtung: Satire mit Erwähnung von Vergnügungsparks!
Luisenhöhe-Saga: Staffel 1 – Folge 5
Diese Serie beruht auf wahren Begebenheiten*
Haag am Hausruck, 1.1.2026, Mitternacht. Der Bürgermeister hat alle Fraktionsobleute eingeladen. Die Ende-Jahr-Frist für die Luisenhöhe-Karussell-Entscheidung ist abgelaufen. Jetzt wird es ernst. Eine Entscheidung muss her.
Was bisher geschah: Die Gemeindekatze hat das Protokoll der erstaunlichen Gemeinderatssitzung vom 13.11.2025 gefressen. Vielleicht hat auch nur irgendjemand von den Fraktionsobleuten vergessen, es zu unterschreiben oder es passierte sonst ein Malheur. Jedenfalls ist es auch sieben Wochen nach der Sitzung immer noch nicht auf der Gemeinde-Website öffentlich zugänglich.
Zurück zum Treffen der Fraktionsobleute mit dem Bürgermeister. Alle nehmen freudig ein Sektglas in die Hand. Über dieses Treffen muss nämlich niemand ein Protokoll schreiben. Das ist das Praktische an Gremien, die nicht in der oö. Gemeindeordnung vorkommen, sondern vom Bürgermeister ins Leben gerufen wurden. Die Bevölkerung wird so zwar nie nachlesen können, worüber die von ihr gewählten Politiker:innen genau beraten haben, aber egal. Lesen können wird eh überbewertet.
Der Bürgermeister eröffnet die Besprechung. „Prosit Neujahr!“ Alle heben ihr Glas, stellen sich auf eine längere Rede ein und kauen ihre Salzstangerl. „Gibt es Wortmeldungen?“ Verwundert schauen sich die Fraktionsobleute an. Seit wann haben sie etwas zu melden?
Der Grünen-Obmann fängt sich als Erster: „Ich möcht anmerken, dass es wichtig ist, dass Protokolle immer fristgerecht … „. Ich bin voll bei Dir“, unterbricht ihn der Bürgermeister und klopft ihm kameradschaftlich auf die Schulter.
Schweigen.
Die FPÖ-Obfrau verteilt Erdnussflips und alle hoffen, dass irgendwer sich traut, in den heissen Brei zu tupfen – oder zumindest um ihn herumzureden – bevor die Knabbereien aus sind.
Alle stossen nochmal an.
Mitten im Kling-Kling fragt der SPÖ-Obmann: „In der FPÖ-Zeitung stand ja, dass die Gemeinde keinen gross angelegten Vergnügungspark wünscht. Was für einen Park wollt ihr denn eigentlich, wenn nicht einen, der dem Vergnügen dient?“
Betretenes Schweigen. Allen wird schlagartig bewusst: Die Zeit des Vergnügens ist vorbei.
Da schreitet die Gemeindekatze erhobenen Hauptes in den Raum, gefolgt vom Landeshauptmann. Alle strecken sofort die Hand aus, in Erwartung von Landesgeldern. Sie werden enttäuscht. Der Hauptmann hat keine Steuergelder mitgebracht, sondern den Chef der Seilbahnbehörde.
Frustriert futtert die Runde eine Ladung Erdnussflips in sich rein.
Der Landeshauptmann ergreift mit feierlicher Stimme das Wort, der Seilbahnchef stellt sich als Dekor daneben: „Wir haben das Unmögliche erreicht: Die Bahn auf die Luisenhöhe kann im viel billigeren Veranstaltungsrecht betrieben werden. Es gibt nur eine Bedingung: Sie darf auf der Rundfahrt von Talstation zu Talstation nicht stehen bleiben.„
„Was?!?“, platzt die FPÖ-Obfrau heraus, „Dann müssen ja alle, die rodeln wollen, zu Fuss raufgehen! Wie soll denn so die Rodelbahn überleben?“
Der Chef der Seilbahnbehörde nickt ihr anerkennend zu. „Welch weise Worte. Wir nehmen nun Abschied von unserer geliebten Haager Rodelbahn. Möge sie ruhen in Ewigkeit.“
„Na hoffentlich aufersteht sie nicht wieder von den Toten“, rutscht es dem Grünen-Obmann heraus. Alle blicken ihn böse an.
Der Bürgermeister räuspert sich, wartet bis alle wieder zur Ruhe gekommen sind und erklärt eine Schweigeminute.
15,37 SEKUNDEN SCHWEIGEN.
Dann, der krönende Abschluss. Alle blicken gespannt auf den hohen Besuch. Der Landeshauptmann erhebt seine Stimme und verspeist das letzte Salzstangerl. Dann verkündet er die Worte, die für immer in die Haager Geschichte eingehen werden:
„Ich erkläre hiermit die Luisenhöhe zu einem Trauerpark.“
*Achtung-Achtung-Achtung: Wenn irgendwo steht, dass etwas auf wahren Begebenheiten beruht, dann musst du davon ausgehen, dass von dem was da drin steht zwar etwas wahr ist, aber NICHT ALLES!!!
Alle Folgen der Luisenhöhe-Saga:
Staffel 1 – Folge 1: Luisenhöhe-Saga: Die Realitätsverweigerung.
Staffel 1 – Folge 2: Luisenhöhe-Saga: Die Berichte
Staffel 1 – Folge 3: Luisenhöhe-Saga: Der Marathon
Staffel 1 – Folge 4: Luisenhöhe-Saga: Der Botengang
Staffel 1 – Folge 5: Luisenhöhe-Saga: Die Trauerrede
Ende Satire
Weiterlesen 1: Fakten & Kommentare
Im Sinne der Förderung einer fundierten Diskussion sind Fehlermeldungen sehr willkommen.
Verkehrs-, Umwelt- und Finanzproblem Luisenhöhe (24.11.2025)
Förderung der touristischen Einrichtungen an der Luisenhöhe 2014-2017 (Dezember 2017)
Neuausrichtung Tourismus Luisenhöhe – ungelöste Probleme (15.09.2021)
Zum Weiterlesen 2: Satire & Selbstironie
Quellen
Abruf der online geschalteten Gemeinderatssitzungsprotokolle auf der Website der Marktgemeinde Haag/H.
– 31.12.2025: Das Protokoll der Gemeinderatssitzung ist noch nicht online.
– 2.1.2025: Das Protokoll der Gemeinderatssitzung ist noch nicht online / Auf den News der Gemeinde ist keine Mitteilung zur Umsetzung des Luisenhöhe-Beschlusses des Gemeinderats vom 13.11. zu finden
Sommerrodelbahn und Bergbahn in Haag am Hausruck werden 2026 endgültig abgerissen. tips.at. 30.12.2025, abgerufen am 2.1.2026
Ende der Talfahrt: Abriss der Haager Berg- und Rodelbahn ist besiegelt. OÖNachrichten. 2.1.2026. Abgerufen am 2.1.2026
Aus für die Erlebnisbergbahn und die Sommerrodelbahn in Haag am Hausruck. Website der Marktgemeinde Haag am Hausruck. Rubrik News. 7.1.2026. Abgerufen am 7.1.2026
Diskussion des Gemeinderates von Haag am Hausruck zum Thema Luisenhöhe an der Gemeinderatssitzung vom 13.11.2013
Schausteller aus Marchtrenk will Haager Rodelbahn retten. Oberösterreichische Nachrichten. 14.11.2014. Online-Bericht. abgerufen am 15.11.2014.
Mail der Verfasserin (=Grundanrainerin) vom 2.11.2025, 23:41 an die Fraktionsobleute des Gemeinderats von Haag am Hausruck zum Thema Luisenhöhe – mit der Bitte an die Fraktionsobleute, das Mail an alle Mitglieder des Gemeinderats weiterzuleiten.
Förderung der touristischen Einrichtungen an der Luisenhöhe 2014-2017 (Dezember 2017)
Neuausrichtung Tourismus Luisenhöhe – ungelöste Probleme (15.09.2021)
Ausschreibung der Luisenhöhebahnen: Zukunft der Luisenhöhe in Haag am Hausruck. Website der Marktgemeinde Haag am Hausruck. 9.3.2025, abgerufen am 7.12.2025
Erlebnisberg. Die letzte Chance für eine Wiederbelebung. FPÖ-Dialog. Parteizeitung der FPÖ Haag am Hausruck, Dezember 2025. Seite 4.
Veröffentlichung
Änderungen
- 1.1.2026:
– Korrektur Rechtschreib- und Tippfehler: Erdnussflips statt Erdnusssflips; Korrigieren diverser Leerzeichen und Punkte, die entweder fehlen oder zu viel sind, Bürgermeister statt Bürgermeistser.
– Inhaltliche Korrektur: Der Absatz in dem steht, dass die Parteizeitungen von ÖVP-FPÖ-Grünen sich gegen einen Vergnügungspark ausgesprochen haben wird gestrichen, weil so nicht korrekt und es Ziel der Satire ist, möglichst faktentreu zu sein. Er wird ersetzt durch: „Alle stossen nochmal an. Mitten im Kling-Kling fragt der SPÖ-Obmann:“In der FPÖ-Zeitung stand ja, dass die Gemeinde keinen gross angelegten Vergnügungspark wünscht. Was für einen Park wollt ihr denn eigentlich, wenn nicht einen, der dem Vergnügen dient?““ Danke an die aufmerksame Leserin, die nachfragte, ob das wirklich so in den Parteizeitungen stand und mich so zu einer Prüfung animierte, bei der sich rausstellte, dass ich vor der Veröffentlichung nicht gut genug recherchiert hatte. Werde nächstes Mal vor Veröffentlichung sorgfältiger prüfen.
– Ergänzung Quellen: Hinzufügen FPÖ-Parteizeitung Dezember 2025; Gemeindewebsite: Aufruf am 31.12.2025 (statt 26.12.2025) - 2.1.2025, 15:04
– Einfügen wichtige Information / Richtigstellung zur Satire vor Beginn des Satiretextes.
– Ergänzung der Quellen um Abruf Startseite der Gemeindewebsite am 2.1.2026 - 2.1.2025, 19:50
– Update zur Online-Artikel der OÖ-Nachrichten am Ende Vorspann. - 7.1.2026
Information & und Verlinkung der am selben Tag auf der Gemeindewebsite geschalteten offiziellen Mitteilung zum Abbau der Luisenhöhe-Bahnen.
Letzte Änderung