Archiv der Kategorie: Transparenz

Hinweis

Diese Website ist/bleibt aus rechtlichen Gründen bis zu einer Entscheidung des zuständigen Gerichts im Zustand, in dem sie am 8. September 2020 war. Damit wurde/wird den zuständigen Richter*innen ein Zugang zur Website in dem Zustand ermöglicht, in dem sie an diesem Tag war.

Die drei kurz nach diesem Datum geschalteten Beiträge (“Wahrnehmung”, 9.9.2020, “Wahrheit”, 18.9.2020 und “Zeitpunkt”, 19.9.2020) sind klar als nach dem 8. September 2020 geschaltete Beiträge für die Richter*innen erkennbar und für mich von grosser Bedeutung. Ich habe sie darum weiterhin als öffentlich sichtbar belassen.

Ich hatte die Website kurz nach der Gerichtsverhandlung vom 8. September 2020 fast vollständig privat geschaltet – d.h. es war ab dann nur noch der Beitrag “Zeitpunkt” vom 19. September 2020 öffentlich lesbar. Die Zustandswiederherstellung der Website auf den Stand vom 8. September 2020 erfolgte im Januar 2021, nach Erhalt des Urteils des Erstgerichts, in dem der Richter Informationen aus dieser Website anführte. Durch die Wiederherstellung der Website in den Zustand vom 8. September wurde/wird den Berufungsrichter*innen Zugang zu denselben Informationen ermöglicht, die auch der Richter der Erstinstanz hatte. Die Wiederherstellung (also Wiederöffentlichschalten von zuvor nicht mehr öffentlichen Beiträgen) erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen bzw. Erinnerungsvermögen. Es ist möglich, dass einzelne Beiträge, die keinen direkten Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren haben, am 8.9.2020 privat geschaltet waren und jetzt öffentlich sind. Insgesamt aber sind alle für das Gerichtsverfahren wesentlichen Informationen so auf der Website zu finden, wie sie auch am 8. September 2020 dort zu lesen waren.

Selbstwert und Sorry

Selbstbewusstsein – wichtig für Kuh und Mensch

Ich mach derzeit grad ganz viele Fehler. An meiner Arbeitsstelle ist Vieles für mich neu und drum läuft noch nicht alles rund. Manche Fehler verzeih ich mir leichter – andere nicht so leicht. Wichtig ist mir bei allen: Sie zu reflektieren – damit sie nicht wieder vorkommen. Zu ihnen zu stehen – um eine offene Fehlerkultur zu fördern. Und mich wenn notwendig bei den Betroffenen für meine Fehler zu entschuldigen – damit sie wissen, dass mir der Respekt ihrer Grenzen wichtig ist und sie Vertrauen zu mir aufbauen können.

Ich stelle fest: Dafür braucht es eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Ich freue mich, dass ich dieses meistens habe. Und frage mich: Ist fehlendes Selbstbewusstsein vielleicht der – oder: auch ein – Grund warum der Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderats von Haag am Hausruck sich bis dato noch nicht bei mir entschuldigt haben? Bisher war ich ja eher davon ausgegangen, dass Selbstwert und Sorry weiterlesen

Wahr Sagen

“Wahr zu sagen ist die Bemühung, alle relevanten Fakten auf den Tisch zu bekommen und diese Fakten kritisch zu analysieren.”

Denknetz (Forum für den Austausch zu aktuellen Themen aus Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitspolitik)

Die Erlebnisberg Luisenhöhe GmbH hat am 13.1.2019 Konkurs eingereicht. Und wenn ich mich nun seither bemühe, alle relevanten Fakten zu bekommen, um sie kritisch zu analysieren, dann stelle ich fest: Geht nicht wirklich. Dies deswegen, weil die Transparenz und die offene, wertschätzende Konfliktkultur, die hierfür notwendig wären in Haag am Hausruck nicht gelebt werden.

Was mache ich dann?

Einerseits schreibe ich Satiren: Sie werfen Schlaglichter auf einzelne Aspekte des Ganze. Ist das denn wirklich Teil einer kritischen Analyse – oder mache ich mich in den Satiren nicht nur einfach über Andere lustig – und entwürdige sie damit? Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Ich sehe es so: Für mich sind Satiren eine Möglichkeit, die Werte transparent zu machen, die wir leben – und die sich zum Teil radikal von den Werten unterscheiden, von denen wir reden. Satiren machen Dinge sichtbar, die sonst verborgen bleiben. Auch hilft Lachen, Dinge zu verdauen. Satiren sind also Wahr Sagen weiterlesen

Wer nichts hat, dem nehme man?

Österreich ist eines der Länder mit der grössten Ungleichheit in der Verteilung des privaten Vermögens: Die unteren 50% (!) besitzen nur 4% des Vermögens – die oberen 1% ein Viertel. Umso wichtiger ist somit für die Mehrheit der Bevölkerung ein hohes öffentliche Vermögen bzw. ein starker Sozialstaat. Dies ermöglicht nämlich einen gewissen Ausgleich der großen Ungleichheiten im Privatvermögen.

Für mich liegt angesichts dieser Zahlen Folgendes auf der Hand: Es ist im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, dass 1. der Sozialstaat ausgebaut und 2. Maßnahmen ergriffen werden, damit nicht einige wenige übermäßig viel Vermögen haben, während andere viel zu wenig haben. (Stichwort: Vermögenssteuern).

Und was wählt die Mehrheit: Eine Regierung, die genau das Gegenteil macht, indem sie die gegeneinander ausspielt, die wenig haben und Ihnen Leistungen kürzt und gleichzeitig Maßnahmen zugunsten derer ergreift, die eh schon viel haben.

Ich stell fest: Diejenigen, die wenig bis nichts haben, lassen sich gegeneinander ausspielen und unterstützen so die Zementierung der Ungleichheit in der Vermögensverteilung. Das stimmt mich traurig. Glücklich stimmt mich, dass es Menschen gibt, die darauf hinweisen. Mit (eher faden) Datenanalysen – und (eher spannenden) Kampagnen. Eine dieser Kampagnen ist die Wahlkampagne der AUGE/UG für die Arbeiterkammerwahl.

Bei der Arbeiterkammerwahl in den nächsten Monaten (je nach Bundesland unterschiedliches Datum) können alle Wahlberechtigten dafür sorgen, dass die Arbeiterkammer auch in Zukunft die Vermögensverteilung kritisch betrachtet. Anders gesagt: Man kann was ändern. Indem man wählt.

Zum Weiterlesen:
Vermögensverteilung in Österreich: Neue Daten, beständige Ungleichheit (A&W Block, 14.1.2019, abgerufen am 19.01.2019)

Arbeiterkammerwahl 2019: Website der parteiunabhängigen AUGE/UG (abgerufen am 19.01.2019)

Offiziell abgesegneter Diebstahl

Ich säe Samen – und dort wo der Boden fruchtbar ist wachsen sie

„Jedes angefertigte Gewehr, jedes zu Wasser gelassene Kriegsschiff, jede abgeschossene Rakete bedeutet im Endeffekt einen Diebstahl an jenen, die hungern und die nicht ernährt werden und an jenen, die nichts anzuziehen haben”
Dwight Eisenhower, US-Präsident 1953-1961, im Jahr 1953

Meine “Gedanken-Samen” dazu: Wenn ein Gemeinderat beschließt, 75% der Kostenüberschreitungen eines Tourismusprojektes mit Steuergeldern zu zahlen, obwohl diese Kostenüberschreitungen auf unverantwortliches Projektmanagement und/oder Verheimlichen von mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten von Seiten der Projektverantwortlichen zurückzuführen sind: Das ist für mich Diebstahl an Menschen, die im selben Land diese Steuergelder für ihr tägliches, würdiges Überleben viel nötiger hätten.

Mein Ziel ist es, dass wir aus Fehlern lernen. Dazu bedarf es aber des Willens, seine Handlungen anzuschauen bzw. bereit zu sein, neutrale Sachverständige zuzuziehen. Ich habe den Mitgliedern des Gemeinderates von Haag am Hausruck im Herbst 2017 angeboten, dass sie einen Antrag an den Landesrechnungshof unterstützen, der beantragt, dass Offiziell abgesegneter Diebstahl weiterlesen

Müssen wir sparen?

“There’s no money for the homeless,
no money for welfare,
no money for schooling,
or adequate healthcare.

There’s just no money here,
say the rich to the poor,
but it’s funny how there is money,
when we are going to war.

And the billionaires, they don’t seem to have to pay taxes (…)
please don’t rock the boat, don’t do anything drastic,
just sit back and watch marine life chocking on plastic.”

Passenger, Strassenkonzert am 4.6.2018 in Berlin (Lied “Don’t scare away the dark, ab Minute 33:43)

Die Landes- und Bundesregierungen der ÖVP und FPÖ drücken Sparprogramme durch, die die Ärmsten in ihrem Alltag treffen. Währenddessen gleichzeitig die  Vertreter*innen der Regierungsparteien auf Ortsebene Millionen für ein Freizeitprojekt ausgeben Müssen wir sparen? weiterlesen

Ein Mass – für unermessliche Einzigartigkeit

Gestern hab ich einen Vortrag von Ran Goldstein gedolmetscht, dem Direktor von “Ärzte für Menschenrechte Israel”, einer Organisation, die sich seit 1988 für das Recht auf Gesundheit in Israel und den besetzten Gebieten einsetzt – u.a. mit einer “mobilen Klinik” in Palästina (Ärzt*innen fahren wöchentlich dorthin und behandeln kostenlos die Bevölkerung) und einer “offenen Klinik” in Israel (wo gratis Menschen behandelt werden, die in Israel leben und keine Krankenversicherung haben).

Er erzählte, dass seine Organisation zunehmend unter Druck ist – wie auch andere Menschenrechtsorganisationen in Israel. Ein Mass – für unermessliche Einzigartigkeit weiterlesen

Selfie-Anzeige

Meine Selbst-Anzeige
Ich setze mich seit Jahren für Umwelt- und Friedensthemen ein. Dabei ist mir wichtig, dass ich öffentlich zu meinen Handlungen stehe – und damit einen Dialog über die aus meiner Sicht notwendigen Änderungen ermöglich. Selfie-Anzeige weiterlesen

Behaltet Euer Wechsel-Geld ;)

Ich will einen System-Wechsel

I want change

Auf dieses Bild stiess ich bei einer Konferenz über Kunstvermittlung an der ich im November 2014 dolmetschte.

Dort wurde u.a. die sehr spannende Frage der Rolle der Bevölkerung in der “Kunstvermittlung” diskutiert. Wen die Bevölkerung Teil von Aktivitäten von Museen wird – wer vermittelt da wem was? Wer entscheidet?

Wie an der Luisenhöhe: Wer entscheidet, welches Projekt für die Bevölkerung das Beste ist? Und wie findet man das raus?

Alle über einen Kamm? – Wer ist die Erlebnisberg Luisenhöhe GmbH?


Fakten Stand 2013 und 2014 (Gesellschafter gemäss Firmenbuch – geordnet nach Anteilen und Nachnamen)
Persönliche Interpretation


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Fakten  – für alle, die sich unabhängigen von mir eine Meinung bilden wollen (ohne Gewähr)

ACHTUNG: Diese Fakten stammen aus den Jahren 2013 und 2014 und sind inzwischen tlw. veraltet – für die neuesten Infos zum Firmenbuch siehe www.firmenabc.at)

Link zum Firmenbuch der Erlebnisberg GmbH (Stand Oktober 2013).

Link zu den GesellschafterInnen der Erlebnisberg GmbH gemäss Firmenbuch online (geordnet nach Anteilen) (Info gemäss www.firmenabc.at vom 19.11.2014)

Link zu den GesellschafterInnen der Erlebnisberg GmbH gemäss Firmenbuch online (geordnet nach Nachname) (Info gemäss www.firmenabc.at vom 19.11.2014))

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ACHTUNG: (am 23.07.2017 – dem 3. Jahrestag der Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarungen mit Konrad Binder – eingefügte Vorbemerkung): Diese Sicht stammt aus dem November 2014. Inzwischen haben sich z.B. die Zusammensetzung des Gemeinderats geändert und auch der Geschäftsführer des Unternehmens wechselte seither mehrmals (gemäss Firmenbuch gab es seither zwei neue Geschäftsführer – dazu kommt der im Firmenbuch nicht erwähnte Mann, der bei der Zwangsräumung am 29.9.2015 als neuer Geschäftsführer auftrat, im Firmenbuch aber nicht aufscheint – also insgesamt seither drei neue Geschäftsführer)

Meine persönliche, subjektive – wie üblich etwas längere ;) –  Sicht

Wenn ICH von “der Erlebnisberg GmbH” (ehemals Hausruck Sessellift Luisenhöhe GmbH) spreche, “schere” ich dann  “alle über einen Kamm”?

Oder verstecken sich DIE MENSCHEN DIE DIE ERLEBNISBERG GMBH AUSMACHEN, hinter der GmbH und machen sich damit unangreifbar?

Oder etwas dazwischen?

 

Jetzt kommt die schon wieder mit Fragen  & Gedanken, die alle verwirren – statt mit fixfertigen Antworten Klarheit zu schaffen.

Immer will sie dass man selber denkt! Dabei wäre es doch so praktisch, das zu delegieren.

 

Ok, ok – ein bisschen vorgedacht hab ich schon – zumindest ein paar Fakten zusammengestöpselt (Fehler dürfen gerne gemeldet werden!). Wer ist denn nun diese Erlebnisberg GmbH (ehemalige Hausruck Sessellift Luisenhöhe GmbH) wirklich?

Sie ist

  • Eine Firma (Geschäftszweig: Erlebnistourismus) mit der Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung und einem Kapital von 800 000 ATS = ca. 58.000 Euro (Stand Oktober 2013)
  • Eine Gesellschaft hinter der ganz viele verschiedene Menschen stehen, mit unterschiedlichem Gewicht, unterschiedlichen Interessen und unterschiedlicher Vernetzung etc.
  • Diese Menschen haben einen Geschäftsführer gewählt und der vertritt ihre Interessen. Täte er es nicht, hätten sie ihn wieder abgewählt (also das wär das was ich gemacht hätte, dazu gibt es ja das Stimmrecht). Und weil wir schon beim Thema sind und ich es schon x-mal gefragt wurde: NEIN, für mich ist Franz Breiteneder NICHT arrogant.
  • Es haben dort sehr viele unterschiedliche Menschen Geld investiert, manche mehr, manche weniger
  • Die Gesellschaft hat enge Verbindungen zum Gemeindevorstand: 2 der 6 Mitglieder des Gemeindevorstands sind Gesellschafter: Fritz Binder FPÖ und Peter Grausgruber SPÖ
  • Der Prokurist der Erlebnisberg GmbH ist ehemaliger Bürgermeister und sitzt im Gemeinderat: Anton Grausgruber SPÖ.
  • Sonstige Vernetzung zum derzeitigen Gemeinderat: Gesellschafter Michael Moosmayr ist auch ÖVP-Gemeinderat
  • Einer der Gesellschafter ist Altbürgermeister Franz Ziegelböck, der gleichzeitig Obmann des Wegs der Sinne (Verein Naturerlebnispfad Luisenhöhe im Hausruckwald)  ist.
  • Der Aufsichtsrat, Dr. Gerhard Lutz,  ist ehemaliger Gemeindearzt. Die Freundin des Sohns des Aufsichtsratspräsidenten arbeitet auf dem Gemeindeamt.

Insgesamt: Bei so vielen Vernetzungen ist die Optik schon sehr schief.
Das an sich muss ja noch nichts Schlechtes sein. Wenn – WENN man sie offenlegen würde, darauf achten würde, dazu stehen würde. Aussensichten einholt – damit man nicht (unbewusst) Interessen vermischt.
Wenn hingegen stattdessen der Prokurist der Erlebnisberg GmbH sich in der Gemeinderatssitzung anbietet, dass er “für ein kleines Honorar”  die 40 Parkplätze (die mit öffentlichen Geldern finanziert werden – für das Projekt der privaten GmbH deren Geselslchafter und Prokurist er ist)  errichten würde –  günstiger als die in den Raum gestellten 30-40’000 Euro – also da ist für mich nicht mehr nur die Optik schief.
So lange ich selber Teil des Interessenskonflikt wars (ich wurde ja schliesslich enteignet) wollte ich das nicht thematisieren. Wäre mir nicht sicher gewesen, ob ich damit nicht versuche, irgendwas/irgendwen zu meinen Gunsten auszuspielen. So bin ich nun mal (mag sein, dass das “taktisch” unklug war/ist, aber ich bin nun mal vom Typ Idealistin).

Jetzt ist mein Parkplatz ja draussen (rein rechtlich gesehen). Ich habe keine “persönlichen” Interessen mehr (irgendwelche Rechtsstreitigkeiten zu gewinnen). Und merke: Es liegt mir immer noch am Herzen.

Also – schliesse ich daraus – geht es mir tatsächlich darum wovon ich seit Monaten schreibe: Offenheit. Transparenz. Miteinander.

Miteinander.offen.verändern.

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