Hinschauen

Arbeitsscheu?

“Henry Ford sagte 1931, dass es die Krise deswegen gab, weil `der Durchschnittsmensch sein Tagwerk nicht wirklich vollbringt, es sei denn er wird erwischt und kommt nicht darum herum. Es gibt jede Menge Arbeit zu verrichten, wenn Menschen sie nur verrichten würden.` Wenige Wochen später entliess er 75.000 Arbeiter.”

Aus: A people’s history of the United States, Howard Zinn, 2005

Es ist schwierig für mich, festzustellen, dass Dinge die ich gelernt habe und an die ich geglaubt habe nicht unbedingt stimmen. Z.B. dass die die Arbeit wollen schon Arbeit finden. Einfacher wäre es, nicht so genau hinzuschauen. Doch das würde heissen, das Schicksal der Menschen zu ignorieren, die im derzeitigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu kurz kommen. Und das will ich nicht. Jeder Mensch ist wichtig und wertvoll. Also schaue ich hin – z.B. in dem ich Bücher von Historikern lese, die auch die Lebensumstände der Menschen beleuchten, die in regulären Geschichtsbüchern nicht erwähnt werden. Oder indem ich auf meinen Fotos die Dinge so festhalte, wie sie sind.