Emotionale Unterstützung

Wie es Menschen mit mir geht – in Briefform

Ich bin ein Mensch der genau hinschaut und dann sagt, was ich sehe. Das ist nicht immer einfach – weder für mich, noch für die Anderen. Ich kann verstehen, dass es überfordert und man versucht ist diese Überforderung damit zu erklären, dass man sagt: “Es geht eh allen gleich mit dir.” Nur: Es stimmt nicht. Es geht Menschen schlicht und einfach unterschiedlich mit mir. Weil das was ich bin immer auf das trifft was mein Gegenüber ist. Um das zu illustrieren habe ich am 11. und 12. August 3 Briefe auf meinem Parkplatz aufgehängt, in dem 3 Menschen die mich näher kennen schildern, wie es ihnen mit mir geht.

Ich denke, es führt für Menschen, die ein Problem mit mir haben kein Weg darum herum, sich zu fragen: Warum hab ich denn so ein Problem mit der Renate? Was für ein Bedürfnis, das ich habe wird denn da nicht erfüllt? Und: Gibt es einen Weg, wie ich es erfüllen kann?

Und für mich führt kein Weg darum, mich zu fragen: Was mach ich denn, wenn ich mit Aussagen über mich konfrontiert werde, die meine Grenzen verletzen? Wie kann ich mir die Hilfe holen, die ich brauche um wieder ins Gleichgewicht zu kommen? Und als ich mich das nach einem Vorfall in Haag am Hausruck am 14. Juni 2019 – bei dem ich mir vorkam als sei ich soeben zum Freiwild erklärt worden, mit dem man umgehen kann, wie man will – fragte, da kam raus: Ich brauche emotionale Unterstützung. Worte von Menschen, die sagen: Wir erleben Renate als wertvoll. Und ich kam auf die Idee, dass ich diese Worte dann am Parkplatz aufhänge. Um sie dort präsent zu machen und mir so Sicherheit zu geben. Das habe ich dann auch getan.

Anders gesagt: Ich habe festgestellt, dass ich eine Situation nicht alleine schaffe. Also habe ich mir Hilfe geholt. Ich habe für mich gesorgt. Darum habe ich diese Briefe aufgehängt. Es ist ein Bei-Mir-Bleiben, meine-Grenzen-schützen und Für-mich-Sorgen – um so wieder auf Andere zugehen und Konflikte lösen zu können, wie z.B. jenen vom 14. Juni 2019.