Wo kommst du an?

Wir fragen Menschen oft „Wo kommst Du her?“. Seltener (oder nie) fragen wir: „Wo bist du angekommen“. Dabei ist das eine mindestens genauso spannende Frage.

Geflüchtete schildern oft, dass sie in dem Moment angekommen sind, wenn sie nicht mehr unentwegt als Fremde wahrgenommen werden.

Anna Galliker und Romina Züst in: Orte, die zu uns gehören. Veröffentlicht im Strassenmagazin Surprise Nr. 609

Wenn wir von Integration reden, dann denken wir oft an „die Anderen“ – die sich integrieren sollen. Wir vergessen dabei welche wichtige Rolle wir selber spielen. Wenn wir es schaffen, dass Menschen sich willkommen fühlen, so erhöhen wir die Chance, dass sie sich integrieren – ankommen. Damit ist allen geholfen.

Ihnen. Uns. Uns zusammen.

Das mit dem Ankommen gilt nämlich für ganz viele Orte – die uns alle betreffen. Am Wohnort. In der Arbeit. Im Verein. Im Freundeskreis. Usw. Überall wo neue Menschen zu uns stossen – oder wir zu ihnen. Wie in so vielem im Leben gilt auch hier: Wenn wir anderen etwas Gutes tun, dann profitieren sehr oft auch wir selber.

Es lohnt sich also – für uns alle – wenn wir uns üben im Ankommen erleichtern.


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