Englisch für den Winter

Sable = englisch für Zobel  = ein Tier das mit dem Baummarder verwandt ist. Bekannt ist er vor allem aufgrund des für Pelzbekleidung verwendeten Zobelfells.

Warum schreib ich das? Nun: Es ist grad Winter. Im Winter ist es kalt. Und es ist Weihnachten. Und zu Weihnachten werden Geschenke verschenkt und Weihnachtslieder gespielt, wie “Es wird scho glei dumpa” oder “Santa Baby”. Und in Letzterem kommt doch glatt ein Zobel vor, den der Weihnachtsmann Englisch für den Winter weiterlesen

Neben uns die Sintflut

“Den eigenen Wohlstand zu wahren, indem man ihn den anderen vorenthält, ist das unausgesprochene und uneingestandene Lebensmotto der “fortgeschrittenen” Gesellschaften im globalen Norden – und ihre kollektive Lebenslüge ist es, die Herrschaft dieses Verteilungsprinzips und die Mechanismen seiner Sicherstellung vor sich selbst zu leugnen.” 
Aus: “Neben uns die Sintflut” von Stephan Lessenich, 2016, Carl Hanser Verlag

Auf gut deutsch: Wir leben auf Kosten von Anderen. Auch ich. Ich find das geht gar nicht – und geht auch anders.

Und genau das leb und entwickle ich in meinem Alltag. Indem ich Neben uns die Sintflut weiterlesen

Für wen?


“Man glaubt fürs Vaterland zu sterben, aber man stirbt für die Rüstungsindustrie.

Marcelle Capy, französische Pazifistin

Grad hab ich das Buch “Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus” ausgelesen. Im Buch wird u.a. über Hildegard Hamm-Brücher berichtet, die von den Widerstands-Aktivitäten der “Weissen Rose” wusste, aber selbst nie wirklich politisch aktiv wurde.  Nach dem 2. Weltkrieg engagierte sie sich für ein liberales und demokratisches Deutschland . Über sie steht in dem Buch: “Ihr politisches Engagement (…). Sie sah es als ein Vermächtnis – wenn es so etwas überhaupt gib – dieser lauteren Menschen an, daraus zu lernen, nämlich Verantwortung mitzutragen für eine menschenwürdige staatliche und gesellschaftliche Ordnung, das eigene Gewissen zu schärfen und gegen Unrecht und Unmenschlichkeit aufzubegehren – selbst um den Preis der persönlichen Freiheit, oder, wie bei den Geschwistern Scholl, des eigenen Lebens.”

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Was man nicht sieht

“Die Person ist nicht ihre psychische Erkrankung. Diese sollte vielmehr als eine Begleiterin angesehen werden, die nicht ausgewählt wurde und mit der man sich bestmöglich arrangieren muss, um leben zu können.”

Schwere psychische Erkrankungen sind eine grosse Last für die betroffene Person. Diese hat unser Mitgefühl verdient – und nicht unsere Vorwürfe. Letztere helfen – nebenbei gesagt – sowieso niemand weiter. Weder der erkrankten Person, noch ihrem Umfeld. Wenn wir hingegen mitfühlen, so hat  die Person die Chance zu spüren, dass sie uns etwas wert ist – Wert hat.

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Und es geht doch :)

Letzens war ich im Bio-Hofladen. Da radelte ich wieder am Bauernhof vorbei, wo im Herbst wochenlang Kürbisfest ist. Das Fest ist bei den Leuten der totale Hit. Massenhaft reisen sie in das kleine Dorf mit dem viel zu kleinen Parkplatz. Und das mich immer wieder Erstaunende: Trotzdem steht dort kein einziges Auto in der Wiese. Dafür stehen je 1-2 vom Bauernhof bezahlte “Verkehrskadett*innen” vor dem kleinen Parkplatz neben dem Bauernhof und informieren die Autofahrenden, dass der Parkplatz voll ist und wo es den nächsten Parkplatz gibt (= 1,7 km und ca. 60 Höhenmeter vom Bauernhof entfernt). An diesem Parkplatz, der vor einem kleinen Bahnhof liegt hat der Kürbisfest-Bauernhof – weil der Bahnhof-Parkplatz in der “Kürbisfestzeit” zu klein ist – für die Kürbisfestwochen eine Wiese gepachtet, auf der dann Autos parken können. Von dort Und es geht doch 🙂 weiterlesen

Einwandfreies Vorleben?

Letzte Woche habe ich mich bei einer Stelle beworben, wo ein einwandfreies Vorleben verlangt wurde. Das hat bei mir die Frage aufgeworfen: Was heisst denn ein einwandfreies Vorleben für mich?

Und da bin ich erstens draufgekommen, dass ich glaub, dass niemand völlig einwandfrei lebt. Die Formulierung also falsch ist. Wir machen alle Fehler. Ich persönlich find’s nicht zielführend jemand deswegen seine Zukunft zu verbauen. Ich möchte vielmehr eine Art des Zusammenlebens fördern, wo Lernen aus Fehlern – die wir ja alle machen – belohnt wird.

V.a. aber stellte ich mir folgende Frage: Einwandfreies Vorleben? weiterlesen

Nestbeschmutzerin?

“Lokaler Politik muss vor allem klar sein, dass diejenigen, die Probleme benennen, nicht das Problem, sondern Teil der Lösung sind. Das fällt oft schwer, weil Kritik an der eigenen Region noch sehr oft als „Nestbeschmutzung“ wahrgenommen wird.”

Ich empfinde es als sehr erleichternd, wenn Menschen fähig sind, sich bei Kritik an einem bestehenden Problem nicht sofort persönlich angegriffen zu fühlen. Nestbeschmutzerin? weiterlesen

Jumbojet-Landung

Die Herausforderderungen  des Umgangs mit (schwerwiegenden) psychischen Krankheiten liegen ausserhalb des durchschnittlichen Musters, dem wir im Leben begegnen bzw. das wir im Laufe unseres Lebens erlernen. Ich bin mit Ken Alexander – dessen Unterlagen ich während meiner Ausbildung bekommen und grad neu gelesen habe – einer Meinung: Wir werden durch das Leben und die dabei gewonnene Lebenserfahrung nicht dafür ausgestattet, die Herausforderungen im Umgang mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen (in unserem Umfeld) zu bewältigen. Unser Leben und die darin gewonnenen Lebenserfahrungen sind an alltägliche Herausforderungen angepasst.

Ken Alexander erklärt die Situation von Familienmitgliedern von Schizophreniekranken wie folgt (das was er sagt gilt meiner Meinung nach auch für andere, schwerwiegende psychische Krankheiten):

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Wehret dem Faulobst!

Achtung Satire!

Jetzt haben wir schon seit bald einem Jahr eine Regierung, die sich die Belohnung der Fleissigen auf die Fahnen geschrieben hat. Und was ist: Sie kümmert sich überhaupt nicht um die Beseitigung des faulen Fallobstes, dass sich derzeit immer mehr ausbreitet!

Nicht einmal die FPÖ  (=Faulobst-Partei Österreichs) geht gegen diese  rumlungernden Obst-Genoss*innen vor. Sondern kümmert sich stattdessen um Ausländer*innen! Die FPÖ hat nämlich glatt genau in den Tagen (!) in denen das Obstproblem völlig akut wurde (!!) der ungarischen (??) Regierungs-Partei von Victor Orban eine neue Heimat in ihrer (!!!) EU-Parlaments-Fraktion angeboten (???). Dass diese Ausländer gegen grundlegene rechtsstaatliche Prinzipien verstossen haben war ihnen schnurz. Nicht so dem Wehret dem Faulobst! weiterlesen