Auf mein wunderbares Land aufpassen

ACHTUNG SATIRE

Norbert Hofer hat am Montag auf Facebook geschrieben, dass er traurig ist, weil er gerne “auf unser wunderbares Land” aufgepasst hätte.

Kein Problem: Ich habe auch wunderbares Land zu bieten:

Mein Parkplatz ist wirklich wunderbar.
Auf ihn aufzupassen wäre wirklich eine anständige Aufgabe.
Wenn man eh auf unsere Frauen aufpassen muss.
Dann muss man erst recht auf die Parkplätze unserer Frauen aufpassen.

V.a. wenn dort ein total patriotischer, dort als neue Sorte entstandener Apfelbaum wächst: der Haager Purpursämling.

Obwohl wenn ich es mir so überlege: Eigentlich ist es auch wunderbar wie es jetzt ist:

Ich hab einen wunderbaren Parkplatz.
Ich bin wunderbar unanständig.
Ich kann auch wunderbar auf mich selber aufpassen.
Und auf meinen Parkplatz erst recht.

Auf den Parkplatz aufpassen

Also doch kein Jobangebot von meiner Seite.

Die Gemeinde hat zwar vor Kurzem mit Steuergelden auch noch einen Parkplatz in Ditting gebaut. Aber der ist erstens nicht so wunderbar wie meiner. Und ausserdem hat Haag am Hausruck bei den Bundespräsidentschaftswahlen am 22.5.2016   zu 53,4% für Alexander Van der Bellen gestimmt (ohne Wahlkarten). Da weiss ich nicht, ob Norbert Hofer, dann unbedingt in dieser Gemeinde arbeiten möchte.

(ACHTUNG: Hier Ende der Satire)

PS: Ich wohne in der Schweiz – das immer wieder von der FPÖ als Vorbild für direkte Demokratie angeführt wird. Spannend. Vertreter derselben Partei kritisierten ja im Rahmen der Bundespräsidentschaftswahlen das Wahlkartensystem. Das passt für mich nicht so recht zusammen (vielleicht passt es rechts zusammen?). Weil hier in der Schweiz – dem grossen Vorbild – ist es nämlich so: ALLE Stimmberechtigten bekommen ihre Wahlzettel automatisch (ohne Einschreiben) per Post. Das ist sozusagen das totale Wahlkartenland – ohne Antrag – und an dem System hab ich noch nie Kritik von Seiten der FPÖ gehört. Es gibt für mich ja eigentlich auch nichts zu kritisieren, sondern eher zu loben: Die Stimmberechtigten können entweder ihre Wahlzettel per Post zurückschicken – oder am Wahltag in den Wahllokalen wählen. Das ist total praktisch und erleichtert das Wählen, d.h. das politische Mitbestimmen der Bevölkerung. Und erleichtert so eine Art der Politik in der möglichst viele Menschen Gehör finden. Das ist für mich Förderung der – direkten – Demokratie.